Schweizer Nationalspieler - Doppelbürger-Debatte: Xhaka beklagt Steinzeit-Kommentare

Mittelfeldspieler Granit Xhaka hat mit Erstaunen und Unverständnis auf die Aussagen des Schweizer Verbandsgeneralsekretärs Alex Miescher zum Thema Doppel-Staatsbürger in der Nati reagiert und diesen dafür kritisiert.

"Ich höre aus seinen Zeilen heraus, dass er Doppelbürgern nicht zutraut, für die Schweiz an die Grenzen zu gehen". "Mit diesem unnötigen Vorstoß hat Alex Miescher viel Stirnrunzeln hervorgerufen, aber auch viele enttäuscht", fügte er hinzu. "Das geht direkt an die Adresse von mir und ein paar anderen mit zwei Nationalitäten", sagte Xhaka.

"Sogar unser Chef ist Doppelbürger und gibt Blut und Schweiß für die Nationalmannschaft", sagte Xhaka. Zudem zeigte sich Xhaka verärgert, dass sich der Funktionär kurz nach dem WM-Aus so geäußert habe. Die beiden Profis mit kosovarisch-albanischen Wurzeln hatten beim Jubel mit den Händen den Doppeladler geformt, der die albanische Fahne ziert. Der Fußball-Weltverband Fifa verhängte daraufhin Geldstrafen gegen die drei Spieler. Er legte aber Wert darauf, dass sich vom Verband "nie jemand gegen mehrfache Staatsbürgerschaften oder Doppelbürger-Status ausgesprochen" habe.


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