Auch Leihrad-Anbieter Ofo kehrt Wien den Rücken

Zuletzt war bereits über die Zukunft des aus Singapur stammenden Mitbewerbers "oBike" spekuliert worden, der in Wien ebenfalls aktiv ist. "Wir versuchen seit Wochen und Monaten, jemanden bei oBike zu erreichen, der sich um die Entfernung der Räder kümmert". Nun stellt sich aber die Frage: Was passiert mit den Rädern? Ein entsprechender Leitfaden inklusive Registrierungs- und Wartungspflicht tritt mit 1. August in Kraft.

oBike hat in seiner Heimat Insolvenz angemeldetFür Unruhe sorgt, dass oBike Singapur Insolvenz angemeldet hat. Beschwerden von Nutzern waren dem Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) in Berlin laut einer Sprecherin am Dienstag nicht bekannt.

Wie viele der Anbieter im Berliner Stadtgebiet verteilt hat, ist der Senatsverkehrsverwaltung nicht bekannt. Auch aus Hannover, Frankfurt am Main, Rotterdam und Wien melden die Stadtverwaltungen Probleme mit Obike.

Eigentlich sollte die Firma die Räder europaweit ausliefern und defekte Exemplare einsammeln. In Hamburg, wo der Anbieter auf dem Markt nie Fuß fassen konnte, wird ein privater Lagerhallenbetreiber die Obikes nicht los - das Unternehmen reagiere nicht auf seine Anfragen. Denn der Unternehmen finanzierte mit den Einnahmen wohl den laufenden Betrieb, rund vier Millionen Euro an Kautionsgebühren wurden bisher nicht zurückgezahlt. Problematisch sei aber die Ortung der Räder, weil die App für die Nutzer nicht mehr richtig funktioniere, sagte Umzug-24-Mitarbeiter Sercan Ocar. oBike in Singapur war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Probleme mit oBike seien dem Sprecher nicht bekannt. In Zürich - hier hat "Umzug24" seinen Sitz - klappt es besser als in den anderen Städten: Nach Angaben von Mike Sgier vom Tiefbau- und Entsorgungsdepartement der Stadt läuft die Räumungsaktion dort bislang reibungslos. Begründet wird dies unter anderem mit den neuen strengen Regeln für stationsungebundene Leihräder bzw. dem neuen Limit von 1.500 Fahrrädern pro Anbieter.


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