Deutlich mehr Kranke wegen Zecken

Je mehr Bucheckern es zwei Jahre vor dem fraglichen Sommer gibt, umso mehr Wild und Nagetiere haben Futter und dienen wiederum als Überträger der Zecken, die dann ebenfalls vermehrt auftauchen.

Die Symptome die auftreten wenn man sich mit dem Zecken-Virus FSME infiziert hat sind: Kopfweh, Fieber, Müdigkeit oder Gelenkbeschwerden. Demnach wurden seit Jahresbeginn bereits 150 Personen mit dem gefährlichen Enzephalitis-Virus infiziert. Bei der Borreliose wird ein Bakterium übertragen, bei der FSME ein Virus. Bei 5 bis 15 Prozent der Betroffenen kommt es zu einem zweiten Schub, der Monate lang dauern kann und Symptome einer Hirnhaut- oder Hirnentzündung aufweist.

Deutschlandweit werden in diesem Jahr immer mehr Fälle von FSME gezählt. Rund 1 Prozent der FSME-Fälle verläuft tödlich. Für die Zeckenenzephalitis gibt es keine spezifische Behandlung.

Seit 10 Jahren untersucht der Wissenschaftler Gerhard Dobler am Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München die Ausbreitung und Aktivität des FSME-Virus in Deutschland. Dies sei im mehrjährigen Vergleich sehr hoch, schreibt das BAG. Gemäss einer Hochrechnung des BAG waren es per Ende Juni rund 21'300 Arztbesuche wegen Zeckenstichen und 6900 wegen akuter Fälle von Borreliose. Dagegen berichtete der "Blick" Ende Juni von einem 73-jährigen Jäger aus Gränichen, der an den Folgen eines Zeckenbisses verstarb. Zur allgemeinen Prävention der zeckenübertragenen Krankheiten haben die SUVA, das BAG sowie die Kantone Empfehlungen zum Schutz vor Zeckenstichen publiziert. Auch die Socken sollte man bei einem Spaziergang im Freien über die Hosen stülpen. Sie zeigt unter anderem das aktuelle Zecken-Gefahrenpotenzial im Gelände und das richtige Verhalten bei einem Zeckenstich.


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