EU erlaubt Übernahme von Laudamotion durch Ryanair

Die EU-Wettbewerbshüter haben die geplante Übernahme der österreichischen Fluglinie Laudamotion durch die irische Billigfluggesellschaft Ryanair genehmigt.

Das entspricht fast der Hälfte der Flotte des österreichischen Ferienfliegers, der im Frühjahr die Nachfolge der früheren Air-Berlin-Tochter Niki angetreten hatte.

Der Dax-Konzern kann die Maschinen nach eigenen Angaben bei seiner Billigmarke Eurowings gut gebrauchen. Allerdings: Laudamotion hat - wie bei jedem Vertragsverhältnis üblich - auch die Möglichkeit die Kranich-Kündigung juristisch vor Gericht anzufechten und könnte zum Schutz des Geschäftsbetriebs sogar eine Einstweilige Verfügung beantragen, die bis zur juristischen Klärung oder aber bis das Gericht diese aufheben sollte, gelten würde. Laut Lufthansa stehe ein entsprechender Gerichtstermin bereits an.

Die EU-Kommission hatte am Donnerstag zugestimmt, dass Europas größter Billigflieger Ryanair drei Viertel der Anteile an Laudamotion übernimmt. Der ehemalige Rennfahrer Niki Lauda hatte NIKI einst selbst gegründet. Wenig später, Mitte März, hat Ryanair zunächst eine 24,9-prozentige Minderheit erworben, eine Aufstockung wurde in Aussicht gestellt.

Ryanair warf der Lufthansa am Donnerstag vor, fällige Zahlungen von 1,5 Millionen Euro an Laudamotion verzögert zu haben.

Ryanair-Manager Juliusz Komorek forderte deshalb die EU-Kommission auf, aktiv zu werden und "weitere Versuche der Lufthansa zu unterbinden, den Wettbewerb durch verbraucherfeindliches Verhalten zu beeinträchtigen". Ryanair will mit 75 Prozent die Mehrheit bei dem Ferienflieger übernehmen, der sich im Bieterkampf um die insolvente Air Berlin deren ebenfalls insolvente Tochter Niki gesichert hatte. Laudamotion wurden alle Flugzeuge, die von der EU-Derogation-Entscheidung erfasst waren, von Lufthansa zum Kauf angeboten. "Dies hatte Laudamotion abgelehnt und ein Leasing der Flugzeuge vorgezogen".


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